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Yoann Gourcuff gibt sich selbstbewusst
28.11.2008
Bereits als Jugendlicher galt Yoann Gourcuff (22) als große Hoffnung für das offensive Mittelfeld. Aber in den letzten beiden Jahren durfte er sein Können beim AC Mailand kaum unter Beweis stellen, was er nun bei Girondins Bordeaux nachholen will.
Yoann Gourcuff wurde am 11. Juli 1986 in Ploemeur in der Bretagne geboren. Das Talent bekam er von seinem Vater Christian Gourcuff (53) in die Wiege gelegt, der seit 2003 als Trainer die Geschicke beim FC Lorient leitet und in den 70er Jahren selbst als Profi aktiv war. Doch im Gegensatz zu seinem Sohn wurde er weder als Jugendlicher noch als Erwachsener von internationalen Großvereinen umworben. Der junge Yoann Gourcuff erhielt seine ersten Fußball-Lektionen im Sportinternat des FC Lorient. Von dort wechselte er 2001 im Alter von 14 Jahren in die Jugendabteilung von Stade Rennes. Mit dem Verein gewann er 2003 den Coupe Gambardella, einen französischen Nachwuchswettbewerb für Vereinsmannschaften, der dafür bekannt ist, dass sich dort die Talente der Zukunft präsentieren. 1973 hatte bereits Vater Christian den begehrten Jugendpokal gewonnen, was jedoch sein größter Erfolg als Spieler bleiben sollte. Nicht so für Yoann, der 2004 mit 17 Jahren sein Debüt in der Ligue 1 für Stade Rennes gab und dort bis 2006 zum Stammspieler im offensiven Mittelfeld avancierte. Auf internationaler Bühne sammelte er erste Erfahrungen im UEFA Cup und heimste mit dem Gewinn der U19-Europameisterschaft mit Frankreich im Jahr 2005 bereits seinen zweiten Titel ein.
Ob seiner ruhigen Art, gepaart mit einer großartigen Ballfertigkeit, verglich die Öffentlichkeit den jungen Yoann Gourcuff alsbald mit Zinedine Zidane und prophezeite ihm eine strahlende Zukunft bei einem europäischen Spitzenverein. Unter den zahlreich vorliegenden Angeboten entschied sich Gourcuff im Sommer 2006 für den AC Mailand, wo er gegen die namhafte Konkurrenz kaum zum Zug kam. Meist nur als Ergänzungsspieler eingesetzt, konnte er sich 2007 mit dem Gewinn der Champions League und des Weltpokals schmücken. Auf seinen großen Durchbruch wartete der Franzose in Italien indes vergeblich, so dass er zur Saison 2008/2009 wieder in der Ligue 1 bei Girondins Bordeaux anheuerte. Als Nachfolger von Johann Micoud verpflichtet, ging es Gourcuff laut einem kürzlich veröffentlichten Interview bei seinem Wechsel vor allem darum, einen Verein zu finden, bei dem er regelmäßig auf hohem Niveau spielen und sich in Ruhe weiterentwickeln könne. Dies scheint beim französischen Vize-Meister der Spielzeit 2007/2008 der Fall zu sein, wo er seit dem Beginn der aktuellen Saison zu den Stammkräften gehört. Daneben gelang ihm auch der Sprung von der Jugendauswahl in die Nationalmannschaft der Senioren, für die er im August 2008 erstmals auflief und im Oktober 2008 seinen ersten Treffer markierte. Für Gourcuff nach eigener Aussage alles nur eine Frage des Selbstvertrauens.
Kai Endres
Letzte Aktualisierung: 2011-07-18 04:12:07 +0200 (CEST)
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