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Mal wieder Al-Ahly

21.11.2008

Zum vierten Mal in Folge stand das ägyptische Hauptstadtteam im Finale der afrikanischen Champions League, die es nach einem 2:0 im Finalrückspiel gegen Cotonsport Garoua aus Kamerun zum insgesamt sechsten Mal für sich entschied.

Im Gegensatz zur europäischen Champions League startet die afrikanische CAF Champions League mit drei K.-o.-Runden. Anschließend folgt das Viertelfinale mit zwei Gruppen zu je vier Mannschaften, die in Hin- und Rückspiel zwei Gruppensieger ermitteln, die überkreuz das Halbfinale bestreiten. Ebenfalls mit Hin- und Rückspiel findet das Finale statt, für das sich im Jahr 2008 Vorjahresfinalist Al-Ahly und Cotonsport Garoua qualifizierten. Mit einem 2:2 in Kamerun legten die Ägypter bereits den Grundstein für ihren neuerlichen Erfolg, den ein 2:0 beim Rückspiel am 16. November 2008 in Kairo schließlich auch unter Dach und Fach brachte. Im vergangenen Jahr hatte Al-Ahly gegen Étoile Sportive du Sahel (Tunesien) im Endspiel noch das Nachsehen, nachdem der Verein schon 2005 gegen den gleichen Gegner und 2006 gegen Club Sportif Sfaxien (Tunesien) den Titel gewann. Zuvor drang der FC Enyimba aus Nigeria mit einem Doppelerfolg in den Jahren 2003 und 2004 kurzfristig in die Phalanx der nordafrikanischen Mannschaften ein, die nun schon fast 30 Jahre andauert.

Die CAF Champions League begann im Jahr 1964 unter dem Namen African Champions Cup. Den ersten Titel sicherte sich Oryx Douala aus Kamerun in einem einzigen Spiel gegen Stade Malien aus Mali. Finals mit Hin- und Rückspiel finden seit 1966 statt. Ende der 60er machten Asante Kotoko (Ghana) und Tout Puissant Mazembe (Demokratische Republik Kongo) den Titel jeweils unter sich aus. Dieses Schwergewicht der Titel verschob sich von Anfang bis Mitte der 70er zu Hafia Conakry nach Guina (Sieger 1972, 1975 und 1977). Ihnen folgte Ende der 70er Canon Yaoundé aus Kamerun mit ebenfalls drei Titelgewinnen (1971, 1978 und 1980). Seit Anfang der 80er wird der Wettbewerb in erster Linie von Teams aus Nordafrika bestimmt. Während Marokkos Raja Casablanca in der Folgezeit immerhin drei Titel für sich verbuchte, gewannen die ägyptischen Teams Al-Ahly und Al-Zamalek (5 Siege) fast die Hälfte aller folgenden Austragungen. Die Dominanz der Nordafrikaner hielt sich auch nach der Namensänderung 1997 in CAF Champions League.

Kai Endres

Letzte Aktualisierung: 2011-07-18 04:12:07 +0200 (CEST)