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Huntelaar wunderbar

25.04.2008

Der Stern des niederländischen Top-Stürmers ging bereits in frühester Jugend auf, drohte beim Übergang in den Erwachsenenbereich kurz zu versinken, scheint aber seit gut vier Jahren von Tag zu Tag immer heller.

Nach Informationen der eigenen Website erblickte Klaas-Jan Huntelaar am 12. August 1983 im niederländischen Drempt in der Gemeinde Hummelo en Keppel als zweiter von drei Brüdern das Licht der Welt. Bereits im Alter von fünf Jahren trat er in den Fußballverein seiner Heimatgemeinde ein (Voetbalvereniging Hummelo en Keppel). Dort spielte er von der F- bis zur C-Jugend und begeisterte die Trainer mit seinem großen Ballgeschick.

Im Alter von elf Jahren führte ihn sein Talent zu De Graafschap, wo er nach anfänglichen Schwierigkeiten in der C-Jugend seine vielversprechenden Anlagen unter Beweis stellte. Als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff machte er mit seiner Beidfüßigkeit sowie der guten Spielübersicht weiter auf sich aufmerksam. Hinzu kam seine erstaunliche Sicherheit im Abschluss, die ihn in seinem letzten Jahr in der C-Jugend (1997-1998) in 20 Spielen zu 33 Toren führte. Sein zweites Jahr in der B-Jugend von De Graafschap schloss er 2000 mit 31 Treffern ebenfalls als Torschützenkönig ab.

Die Spielkünste Huntelaars blieben auch anderen Vereinen nicht verborgen. So sicherte sich der PSV Eindhoven im Juni 2000 die Dienste des Angreifers, der in seinem ersten Jahr in der A-Jugend in 23 Spielen 26 Buden machte. Zur Belohnung durfte er an der Vorbereitung der ersten Mannschaft zur Saison 2001/2002 teilnehmen. Nach seiner Teilnahme an der U19-WM in Argentinien absolvierte er unter Trainer Guus Hiddink das komplette Programm, kam aber im anschließenden Saisonverlauf nur selten zum Einsatz. Auch in der folgenden Spielzeit war schnell klar, dass Huntelaar in Eindhoven nicht auf die gewünschten Einsatzzeiten kommen würde, weshalb er zur Winterpause auf Leihbasis wieder zu De Graafschap wechselte. Doch auch dort kam er lediglich als Einwechselspieler zum Einsatz und musste schließlich den Abstieg miterleben.

Einen Vertrag bekam Huntelaar danach nicht angeboten, weshalb ihn der PSV Eindhoven im Sommer 2003 an Zweitliga-Neuling AGOVV Apeldoorn auslieh, wo er auf seinen alten Jugendtrainer Jurrie Koolhof traf. Für Apeldoorn war es die Premiere im bezahlten Fußball und Klaas-Jan hatte als Mittelstürmer mit 26 Saisontoren maßgeblichen Anteil am souveränen Klassenerhalt. Neben der Torjägerkanone heimste er auch die Auszeichnung als bester Spieler der 2. Liga ein. Der Aufstieg in die Eredivisie erfolgte für Huntelaar im Sommer 2004 über den Umweg eines Kontrakts beim SC Heerenveen. Für die Friesen war der Stürmer allerdings nur gut 18 Monate aktiv. Seine herausragende Torquote in der nationalen Liga und im Europapokal führte ihn bereits zu Beginn des Jahres 2006 zu Ajax Amsterdam.

Beim niederländischen Rekordmeister setzte sich der Aufstieg Huntelaars nahtlos fort. Ajax schloss die Saison auf dem zweiten Platz ab, während Klaas-Jan mit Preisen überhäuft wurde. Unter anderem avancierte er mit 33 Treffern für Heerenveen und Ajax erstmals zum besten Torschützen in der Eredivisie und wurde für seine Leistungen zum Talent des Jahres gekürt. In der zweiten Saison war Huntelaar mit 21 Toren nicht mehr ganz so treffsicher. Die Krönung des Jahres 2006 folgte mit dem Gewinn der U21-Europameisterschaft in Portugal, bei der Klaas-Jan mit vier Treffern erneut erfolgreichster Goalgetter war.

Die niederländische Elftal hätte solche Fähigkeiten bei der WM 2006 in Deutschland sicher gut gebrauchen können. Dies räumte auch Nationalcoach Marco van Basten ein, der als Ajax-Legende und zukünftiger Trainer in Amsterdam ein ganz besonderes Verhältnis zu Klaas-Jan pflegt. Nach einem Artikel auf der UEFA-Website wandelt Huntelaar sogar auf den Spuren von van Basten. Dazu muss er allerdings noch einige Meistertitel und Spiele in der Königsklasse nachlegen, die ihm mit Ajax Amsterdam 2007 und 2008 versagt blieben. Sein Glück könnte sein, dass internationale Spitzenvereine schon längst unverhohlen um die Gunst des Stürmers buhlen. Seine internationale Visitenkarte gibt Klaas-Jan mittlerweile regelmäßig mit der Nationalmannschaft ab. Zuletzt beim 4:3 in Österreich, als ihm ein Doppelpack gelang. Wahrscheinlich werden noch deutlich mehr Treffer folgen.

Kai Endres

Letzte Aktualisierung: 2011-07-18 04:12:06 +0200 (CEST)