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Fünf Schiedsrichter im Test

07.12.2008

Internationale Regeländerungen im Fußball werden vom International Football Association Board (IFAB) beschlossen. Am 8. März 2008 genehmigte das Gremium ein Experiment mit fünf Schiedsrichtern, das im Oktober und November 2008 von der UEFA durchgeführt wurde.

Beim vierten und fünften Schiedsrichter handelt es sich um zwei zusätzliche Assistenten des Hauptschiedsrichters, die – im Vergleich zu den beiden Assistenten an der Seitenlinie – hinter jeweils einer der beiden Torlinien stehen, um die Aktionen im Strafraum besser beobachten zu können. Der Zusatz-Assistent darf zwar das Spielfeld betreten, muss aber immer hinter dem Torhüter bleiben. Mit dem Hauptschiedsrichter sind die neuen Assistenten über Funk verbunden. Vor dem ersten Test im Rahmen eines Qualifikationsturniers zur U19-Europameisterschaft 2009 erklärte UEFA-Präsident Platini Anfang Oktober 2008 in Slowenien: „Ziel ist es, einen Schiedsrichter zu haben, der mehr Augen hat. Wir wollen die Philosophie des Spiels nicht ändern und wollen keine zwei oder drei Schiedsrichter.“

Die positiven Reaktionen von Beteiligten und Beobachtern auf die Premiere führten zu weiteren Experimenten. Bei einem davon hatten Journalisten Ende November 2008 auf Zypern die Gelegenheit, den Funkverkehr der fünf Unparteiischen mitzuhören. Dabei ließ sich feststellen, dass die zusätzlichen Assistenten durch ihre Anwesenheit und Kommentare zu einem flüssigeren Spielablauf beitragen können. Ob und wann jedoch diese Variante der Spielleitung im normalen Spielbetrieb zu sehen sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Denn trotz besserer Kontrolle, wird es auch mit mehr Schiedsrichtern Fehlentscheidungen geben.

Kai Endres

Letzte Aktualisierung: 2011-07-18 04:12:07 +0200 (CEST)