25.11.2008
Im Rahmen des bundesweiten Schulprojekts „Fit am Ball“ will das Aufbauprojekt „Fit am Ball Africa“ Spenden für Hilfsprojekte in Afrika sammeln und damit schon im Vorfeld der WM 2010 in Südafrika für interkulturellen Austausch sorgen.
Das Schulprojekt „Fit am Ball“ [1] entstand im Jahr 2003 unter Federführung der Deutschen Sporthochschule Köln mit dem Ziel, Übergewicht und Bewegungsmangel unter Kindern und Jugendlichen zu reduzieren. Das Konzept sieht neben einem Sportprogramm auch eine Ernährungsberatung für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern vor. Sport, Spaß und Lebensfreude sollen der Schlüssel zu einem „Aktiven Lebensstil“ sein. Dabei spielt Fußball als Anreiz zu mehr Bewegung eine wichtige Rolle, speziell im Vorfeld von Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften.
Die Zeit bis zur WM 2006 war die Aufbauphase des Projekts, das im Frühjahr 2004 mit einem Pilotprojekt an 24 Kölner Schulen begann und sich bis Sommer 2006 auf über 1.200 Schulen im gesamten Bundesgebiet ausweitete. Mittlerweile sind es über 1.500. Zur EM 2008 schaffte es das Projekt mit dem Dribbel-Weltrekord „Fit am Ball 3000“ [2] sogar ins Guinness-Buch der Rekorde, nachdem die Teilnehmer einen Fußball an 100 Tagen über 3.000 Kilometer quer durch ganz Deutschland dribbelten und als Zugabe pünktlich am 7. Juni 2008 zur EM-Eröffnung in Basel ankamen.
Der Erfolg des Dribbel-Weltrekords zur Europameisterschaft inspirierte die Initiatoren des Projekts für die Weltmeisterschaft 2010 zum Versuch des Dribbel-Spendenrekords „Fit am Ball Africa“ [3]. Diesmal soll vom 14. November 2008 bis zum 11. Juni 2010 ein Fußball entlang der imaginären Strecke von Köln zur Eröffnungsfeier der WM nach Johannesburg gedribbelt werden. Ziel ist das Sammeln von Spendengeldern durch die beteiligten Schulen für jeden zurückgelegten Kilometer über private oder öffentliche Sponsoren. Das Geld wird anschließend für Schul- und Bildungsprojekte in Afrika verwendet. Parallel dazu soll der interkulturelle Austausch zwischen deutschen und afrikanischen Schulen über die Projekt-Website gefördert werden.
Kai Endres
[1] http://www.fitamball.de/
[2] http://www.fitamball3000.de/
[3] http://www.fitamball-africa.de/