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Fußball Spanien: Primera División Saison 2005/2006

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Barca verzauberte die Massen

Mit teilweise beeindruckenden Vorstellungen verteidigte der FC Barcelona seinen Titel in der Primera Division. Mit 12 Punkten Rückstand folgte Erzrivale Real Madrid auf dem zweiten Platz. Knapp dahinter erreichten Valencia und Osasuna die CL-Quali. Sevilla, Celta Vigo und Pokalsieger Espanyol Barcelone schafften den Einzug in den UEFA Cup an. Villarreal blieb nach dem Halbfinale in der diesjährigen Königsklasse nur die Teilnahme am UI Cup. Alavés, Cadiz und Malaga stiegen ab.

Der Motor des FC Barcelona stotterte nur im ersten Saisonfünftel. Am achten Spieltag war das 3:0 gegen Osasuna Ausgangspunkt einer unwiderstehlichen Siegesserie der Katalanen, die erst mit einer Heimniederlage am 22. Spieltag gegen Atletico Madrid kurzfristig unterbrochen wurde. Die Abwehr um Torhüter Victor Valdés und die Innenverteidiger Carlos Puyol sowie Rafael Márquez war kaum zu überwinden. In Mittelfeld und Angriff zauberten Ronaldinho, Deco, Messi und Eto´o 80 Treffer herbei. Dagegen war kein Kraut gewachsen. Mit weitem Abstand wurde die im Vorjahr noch knapp errungene Meisterschaft verteidigt.

In die Entscheidung um die Champions League-Ränge zwei (direkt), drei und vier (Qualifikation) waren am letzten Spieltag noch vier Klubs involviert. Real Madrid verteidigte schließlich seinen zweiten Platz, obwohl das Gastspiel beim FC Sevilla mit 3:4 verloren ging. Die Madrilenen schauten dennoch zufrieden aus der Wäsche, da Osasuna den FC Valencia mit 2:1 besiegte und damit der Ein-Punkte-Vorsprung der Königlichen in der Abschlusstabelle Bestand hatte. Das Team aus Pamplona sicherte sich mit dem Erfolg den vierten Rang. Im direkten Vergleich waren sie besser als der FC Sevilla, die sich immerhin mit dem Gewinn des UEFA Cups trösten durften.

Neben dem Titelverteidiger qualifizierte sich auch Celta Vigo nach langer Abstinenz wieder für das internationale Geschäft. Begleitet werden sie von Pokalsieger Espanyol Barcelona, für die der Ligabetrieb erst am letzten Spieltag ein glückliches Ende fand. Ein einziges Tor gegen Real Sociedad in der Nachspielzeit bewahrte das Team von Trainer Miguel Lotina in letzter Sekunde vor dem Abstieg. Als kaum noch jemand mit einer Wende rechnete, verwertete der eingewechselte Coro eine Vorarbeit des ebenfalls später ins Spiel gekommenen Pandiani zum wichtigsten Last-Minute-Treffer der Saison.

Leidtragender war Deportivo Alaves, die zwar Deportivo La Coruna die Träume vom internationalen Geschäft vermiesten, aber trotzdem den bitteren Abstieg zur Kenntnis nehmen mussten. Beim FC Cadiz und FC Malaga war die Luft im Tabellenkeller schon länger raus. Der Spielplan führte die beiden andalusischen Schlusslichter am letzten Spieltag zusammen. Dabei verabschiedete sich Cadiz mit einem deutlichen 5:0-Kantersieg über den Lokalrivalen.

Kai Endres