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Regionalliga Nord Saison 2004/2005
Braunschweig und Paderborn steigen auf
Punktgleich schafften Eintracht Braunschweig und der SC Paderborn 07 den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Im spannenden Kampf um die ersten beiden Plätze hatten der VfB Lübeck und der VfL Osnabrück am Ende nur knapp das Nachsehen.
Die Eintracht kehrte nach nur einem Jahr Abstinenz wieder in den bezahlten Fußball zurück. Die Niedersachsen lagen fast immer auf einem der ersten beiden Plätze. Erst in der Schlussphase schien den Braunschweigern die Puste zu fehlen, ehe am vorletzten Spieltag der entscheidende Sprung auf den Platz an der Sonne gelang. Die Paderborner starteten ebenfalls etwas holprig in die Saison, kamen aber gegen Ende der Hinrunde langsam in Fahrt und belegten fast in der gesamten Rückrunde einen Aufstiegsrang.
Kontinuierlich arbeitete sich auch der VfB Lübeck an die Tabellenspitze der Regionalliga Nord. Erst am drittletzten Spieltag kassierten die Nordlichter mit der 0:1-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf die vorentscheidende Niederlage. Dadurch wurde der Aufstieg hauchdünn um einen Punkt verpasst. Nur drei Zähler fehlten am Ende dem VfL Osnabrück, die sich nach durchwachsener Hinrunde jedoch nie auf einem Aufstiegsplatz befanden.
Einen Platz im Niemandsland der Tabelle hatten am Schluss folgende Mannschaften sicher: Wuppertaler SV, Hamburger SV II, FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf, Holstein Kiel, Preußen Münster und 1. FC Köln II. Die Wuppertaler erreichten am letzten Spieltag ihre beste Platzierung. Die zweite Mannschaft des HSV lag in der gesamten Vorrunde an der Spitze, brach aber in der Rückrunde ein. Lokalrivale St. Pauli spielte eine konstant durchwachsene Saison. Fortuna Düsseldorf hatte bis zur Winterpause große Schwierigkeiten in der neuen Spielklasse, setzte sich jedoch rechtzeitig ins gesicherte Mittelfeld ab. Die Kieler hatten ihren Höhepunkt am elften Spieltag, als sie zum ersten und letzten Mal die Tabelle anführten. Preußen Münster und die Reserve der Geißböcke kamen dagegen nur selten über die untere Tabellenhälfte hinaus.
Die zweiten Mannschaften von Hertha BSC Berlin und Werder Bremen hielten dank starker Halbserien die Klasse. Die Berliner kamen erst in der Rückrunde in Schwung, während die Hanseaten von ihrer starken Vorrunde zehrten. Den letzten Platz über dem Strich sicherte sich der Chemnitzer FC mit einem um zwei Treffer besseren Torverhältnis im Vergleich zu Borussia Dortmund II. Dazu profitierten die Sachsen vom Lizenzentzug für den KFC Uerdingen, die nach Abschluss der Runde ans Tabellenende gesetzt wurden.
Neben den erwähnten Teams aus Uerdingen und Dortmund mussten auch die Amateure aus Wolfsburg, Bielefeld sowie Union Berlin die Regionalliga in Richtung Oberliga verlassen. Die kleinen Wölfe belegten nur nach dem ersten Spieltag einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Die Bielefelder hielten fast die komplette Vorrunde einen Nicht-Abstiegsplatz, waren dann aber in der Rückserie chancenlos. Bei den Eisernen von der Alten Försterei zeichnete sich ein ähnlicher Saisonverlauf ab. Zunächst schien der Neuaufbau nach dem Abstieg noch zu funktionieren. Die Krise setzte jedoch bereits nach dem vierten Spieltag ein. Ab dem 21. Spieltag gaben die Hauptstädter die Rote Laterne nicht mehr ab.
Kai Endres
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