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Fußball Niederlande: Eredivisie Saison 2005/2006

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Playoff-Premiere in der Eredivisie

Ein Muster ohne großen Wert war die Tabelle der holländischen Liga nach dem 34. Spieltag. Mit Eindhoven stand der Meister und mit Roosendaal ein Absteiger fest. Die Klubs auf den Plätzen 2 bis 5 spielten erst im Anschluss den zweiten CL-Platz und drei UEFA Pokal-Teilnehmer aus. Die Klubs auf den Plätzen 6 bis 9 ermitteln den vierten UEFA Pokal-Teilnehmer sowie einen Finalisten für die Endspiele um den UI Cup-Platz. Der Gegner wurde zwischen den Mannschaften auf den Plätzen 10 bis 13 ermittelt. Der Vorletzte und Drittletzte bestritten Relegationsspiele.

Bereits zwei Spieltage vor Schluss stand der 19. Meistertitel und damit die Titelverteidigung für Eindhoven fest. Mit einem 1:1 gegen den FC Groningen fuhren sie den entscheidenden Punkt ein, um die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Trotz der überschaubaren Leistungen auf beiden Seiten kannte die Freude im Philips Stadion nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. Im Zuge der Feierlichkeiten wurde Trainer Guus Hiddink zum Ehrenbürger der Stadt Eindhoven ernannt. Für den Erfolgscoach, der in den kommenden zwei Jahren die russische Nationalmannschaft betreut, war es nach 1987, 1988, 1989, 2003 und 2005 schon der sechste Titelgewinn mit den Brabandern.

Die Ungerechtigkeit von Playoff-Spielen bekam der AZ Alkmaar voll zu spüren, die nach der regulären Saison auf einem CL-Platz lagen. Doch bereits der direkte Vergleich mit dem FC Groningen ging verloren, so dass am Ende nur eine Startberechtigung für den UEFA Cup übrig blieb. Das gleiche Schicksal wiederfuhr dem Tabellendritten Feyenoord gegen Ajax Amsterdam. Ajax setzte sich in den Endspielen um die Teilnahme an der Königsklasse schließlich gegen den FC Groningen durch.

Auch der FC Utrecht dürfte das Saisonfinale mit direkten Vergleichen zukünftig verdammen. Gegen Twente Enschede setzte es für die Domstädter schon in der ersten Runde das Aus. Im zweiten Spiel der Mannschaften von Platz 6-9 wurde Heerenveen gegen Roda Kerkrade seiner Favoritenrolle gerecht. Und auch In den Entscheidungsspielen um den letzten freien Platz im UEFA Cup hatten die Friesen gegen Twente die Nase vorn. Für Enschede ging es damit in die Verlängerung um das Ticket für den UI Cup. Den Gegner Vitesse Arnheim hatten derweil die Mannschaften auf den Rängen 10-13 ermittelt. Doch das Hintertürchen zum internationalen Geschäft blieb einem Team aus dem unteren Mittelfeld verschlossen, da sich Twente gegen Vitesse durchsetzte.

Im Tabellenkeller stand nach dem 34. Spieltag fest, dass RBC Roosendaal mit nur einem Sieg und neun Punkten auf der Habenseite sicher absteigen musste. Sparta Rotterdam und ADO Den Haag hatten am rettenden Ufer ebenfalls vorzeitig Feierabend. NAC Breda und Willem II sicherten sich erst in der Relegation den Verbleib in der Eredivisie. Der einzige Neuling in der kommenden Saison heißt Excelsior Rotterdam.

Kai Endres