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Fußball Frankreich: Ligue 1 Saison 2006/2007
Lyon – wer sonst?
Zum sechsten Mal hintereinander ließ Olympique Lyon in der Meisterschaftsfrage keinerlei Zweifel aufkommen und degradierte die Konkurrenz wie schon in den letzten Spielzeiten zu Statisten. Olympique Marseille (CL), der FC Toulouse (CL-Quali), Stade Rennes, Girondins Bordeaux und der FC Sochaux (UEFA Cup) sowie der RC Lens (UI Cup) dachten ebenfalls mehr oder weniger europäisch. In die Ligue 2 musste neben Troyes und Sedan auch der FC Nantes absteigen, die als Meister immerhin der Vorgänger von Lyon waren.
Bereits sechs Spieltage vor Schluss brachte Olympique Lyon den Titel in der Ligue 1 zum sechsten Mal in Folge unter Dach und Fach. Für Coach Gérard Houllier und seine Truppe war es ein Start-Ziel-Sieg. Lediglich vom zweiten bis zum fünften Spieltag führte Lyon das Feld nicht an. Doch bereits zur Winterpause konnte der Serienmeister mit 15 Zählern Vorsprung neben dem Silvester- auch den Meistersekt zur Kühlung ablegen.
Das Feld der Abgeschlagenen führte Olympique Marseille an, das sich mit dem zweiten Platz auch die direkte Qualifikation für die Champions League sicherte. Mit Bravour überstanden die Südfranzosen gleich zwei sportliche Krisen in Hin- und Rückrunde, um hinten raus mit sechs Siegen in Folge noch in die Königsklasse zu stürmen. Hinter Marseille sammelte sich das restliche Feld der international Ambitionierten auf ganz engem Raum.
Zwei Dreier an den letzten beiden Spieltagen führten den FC Toulouse in die Qualifikation für die Champions Leauge. Nach dem ersten Spieltag noch auf dem letzten Platz spielte sich Toulouse zügig in die erweiterte Spitzengruppe vor, blieb dort aber ähnlich unkonstant in seinen Leistung wie Stade Rennes, das sich nur dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem RC Lens für den UEFA Cup qualifizierte.
Und während sich Lens mit dem Ticket für den UI Cup begnügen musste, hatten dahinter Girondins Bordeaux und der FC Sochaux mehr Grund zur Freude. Beide schafften über den Umweg des Pokals den Sprung nach Europa. Bordeaux gewann den Ligapokal, Sochaux den Coup de France. Die Traditionsmannschaften vom AJ Auxerre und AS Monaco standen am Ende gänzlich mit leeren Händen da.
Tradition war auch im Abstiegskampf Trumpf, wo es mit dem FC Nantes den Meister der Saison 2000/2001 erwischte. Nie konnte sich Nantes ernsthaft aus der Abstiegszone lösen, dessen Schicksal spätestens im letzten Saisonviertel besiegelt war. Ähnlich desaströs verlief die Spielzeit auch für Aufsteiger CS Sedan, das die Schönheit des rettenden Ufers nur in der Hinrunde erfahren durfte.
Am heftigsten gegen den Sturz in die Ligue 2 wehrte sich ES Troyes. Doch am Ende hatten O.G.C. Nizza und Aufsteiger AFC Valenciennes das bessere und auch etwas glücklichere Ende für sich. Mächtig in die Bredouille geriet im Saisonverlauf auch Paris St. Germain. Erst mit einem Kraftakt in den letzten Spielen sicherte der Hauptstadtclub seinen Verbleib in der französischen Eliteliga.
Kai Endres
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